Michéle, Rebecca - Der Weg der Bärin - Abschnitt2

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24 Juli 2026 12:23 #13 von RebeccaM


Einen Moment lang habe ich gedacht, dass Ursula das Bilsenkraut gut gegen Konrad einsetzen könnte. Aber du erwähnst ja, dass ihr dann 
immer noch nichts gehören würde. Wenn Konrad stirbt, ist sie völlig mittellos.


 
Tja, das was das Schicksal der Frauen früher. Sie waren nicht erbberechtigt. In vielen Ländern war es auch bis bis ins 20. Jahrhundert rein so. Im Mittelalter gab es durchaus Frauen, die nach dem Tod ihrer Männer deren Handwerk weiterführen - durften. Da musste die Gilde und der Stadtrat aber zustimmen. Oft waren sie aber bei der Bevölkerung, und gerade bei anderen Frauen, nicht angesehen und wurden sogar ausgegrenzt.

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24 Juli 2026 12:28 #14 von RebeccaM

 Und das Kopfkino ist in deinen Werken immer anwesend liebe Rebecca. Wie hälst du das beim schreiben aus solche Szenen zu "Papier" zu bringen?

 
Es freut mich natürlich, dass ich mit meinen Geschichten solche Reaktionen auslösen kann. Beim Schreiben direkt habe ich einen gewissen Abstand zu grausamen Szenen. Beim Überarbeiten, dem Lektorat und dann der Druckfahnenkorrektur, packt es mich aber manchmal dann doch. Da ich mich seit meiner Kindheit mit der Historie beschäftige, habe ich schon allerhand gelesen und in Dokumentationen gesehen. In all meinen Roman war es eigentlich noch nie so mein Ding, reine Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichten zu schreiben. Früher habe ich einige reine romantische Liebesromane geschrieben, das machte natürlich auch Spaß, trotzdem ist da immer etwas "Morbides" wohl in mir, dass zu Papier gebracht werden muss ;)

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