Christie, Agatha - Vier Frauen und ein Mord

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20 Sep. 2023 13:14 #1 von Meggie
Autor: Christie, Agatha
Titel: Vier Frauen und ein Mord
Originaltitel: Mrs McGinty´s Dead
Verlag: Atlantik
Erschienen: 2019
ISBN-13: 978-3-455-00570-7
Seiten: 240
Format: ebook
Serie: Hercules Poirot, Band 27
Preis: 14,00 Euro

Autorenporträt:

Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren.

Quelle: Hoffmann und Campe

Inhaltsangabe:

Mrs McGinty, eine liebenswürdige, vielleicht etwas geschwätzige alte Dame, wurde kaltblütig ermordet. Schnell wird ihr Untermieter für die Tat verhaftet, doch wirkt er keineswegs wie ein Mörder, höchstens etwas verschroben. McGinthy schrieb kurz vor ihrem Tod einen Brief an die Zeitung. Ein Artikel über vier Verbrecherinnen hatte ihre Aufmerksamkeit erregt. Bedeutete dieser Brief ihr Todesurteil? Hercule Poirot und Ariadne Oliver rollen den Fall neu auf.

Quelle: Hoffmann und Campe

Meine Meinung
Hercules Poirot wird zu einem Mordfall nach Broadhinny gerufen. Dort soll James Bentley seine Vermieterin Mrs McGinty hinterrücks erschlagen und bestohlen haben. Der zuständige Kommissar Spence glaubt jedoch, dass Bentley zu unrecht verurteilt wurde.
Poirot fängt an zu ermitteln und stößt auf vier Fotografien, die jedoch scheinbar nichts mit dem Mordfall zu tun haben, sondern auf Fälle in vergangener Zeit hinweisen. Aber plötzlich sind alle aus dem kleinen Örtchen Broadhinny verdächtig, als ein weiterer Mord geschieht.

Von Agatha Christie habe ich bisher nur "Mord im Orientexpress" gelesen, war aber begeistert von dem schrulligen, liebenswerten und von sich überzeugten Hercules Poirot. Seine Herangehensweise an den Fall ist außergewöhnlich und sein Sarkasmus einzigartig.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Bedenkt man, dass die Geschichte ursprünglich aus dem Jahr 1952 stammt, kommen einem manche Übersetzungen etwas befremdlich vor, aber dies entspricht eben dem damaligen Stil.
Als Randwissen sei erwähnt, dass "Vier Frauen und ein Mord" der 42. Kriminalroman der Autorin ist. Viele weitere sind noch gefolgt.

Die Geschichte an sich ist sehr spannend und man wird auf einige falsche Fährten geschickt. Ich hatte bis zum Schluss zwar einen Verdacht, der sich jedoch nicht bestätigt hat. Das Ende war deswegen sehr überraschend. So etwas liebe ich.

Die Charaktere waren sehr unterschiedlich. Allen voran natürlich Hercules Poirot, der als Detektiv von Natur aus eine neugierige Ader hat. Ihm zur Seite steht die Kriminalautorin Ariadne Oliver, die mit ihrer naseweisen Art eigentlich eher keine Hilfe für den Detektiv ist. Trotzdem bringt sie einen sehr erfrischenden Wind in die Geschichte.

Die Bewohner von Broadhinny scheinen alle sehr nett, obwohl ja einer der Mörder sein muss. Jeder hatte ein Motiv, jeder war verdächtig. Poirot tappt lange im Dunkeln, doch dann kommt der entscheidende Hinweis - natürlich für den Leser als unwichtige Information getarnt.

Es hat Spaß gemacht, mitzurätseln und den Täter zu ermitteln. Und garantiert werde ich die weiteren Romane - gerade zu Hercules Poirot - weiterverfolgen.
Die Autorin hat ja noch einige geschrieben :)

Ich finde den deutschen Titel des Buches falsch gewählt, da er schon vieles verrät. Im Englischen heißt das Buch "Mrs McGinty's Dead" und ist somit um einiges passender.

Fazit:
Hercules Poirot bewahrt einen kühlen Kopf in einem emotionalen Fall.

:*****:


LG Meggie

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