Inokai, Yael: Die Auster

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24 Juli 2026 05:54 #1 von NicoleK
Inokai, Yael: Die Auster wurde erstellt von NicoleK
Autor: Yael Inokai
Titel: Die Auster
Verlag: Hanser Berlin
Erschienen: 21.07.2026
ISBN: 978-3446284593
Seiten: 223
Einband: gebunden
Preis: 23,00 €
Serie: -

Autorenporträt:

Yael Inokai, geboren 1989 in Basel, lebt in Berlin. Ihr zweiter Roman "Mahlstrom" wurde mit dem Schweizer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet. Für ihren Roman "Ein simpler Eingriff" erhielt sie den Anna Seghers-Preis 2022 und den Clemens-Brentano-Preis 2023. Sie ist in sieben Sprachen übersetzt.

Quelle: www.vorablesen.de/autoren/yael-inokai

Inhaltsangabe:

Der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird ermordet aufgefunden. Doch bis die Polizei am Tatort eintrifft, hat Leonora Bloch alle Spuren beseitigt, so diskret und gründlich, wie sie schon seit 45 Jahren als Reinigungskraft bei Dr. Bronstett jeder Form von Unordnung begegnet. Als die Ermittlungen in die Austernbar in der fünften Etage führen, ist man schon mittendrin im Mikrokosmos dieses Kaufhauses, das von der paradoxen Sehnsucht nach vergangener Pracht und erschwinglichem Luxus lebt. Und niemand scheint sich in dieser Welt, wo Glanz und Elend, Armut und Reichtum so entwaffnend aufeinandertreffen, besser auszukennen als die 73-jährige Leonora. Doch kennt sie wirklich alle Geheimnisse und welche hütet sie selbst?

Quelle: www.vorablesen.de/buecher/die-auster

Meine Meinung:
Leonora Bloch ist seit 40 Jahren Putzfrau bei Dr. Bronstett. Als sie am Tag vor ihrem 73. Geburtstag zum Dienst kam, lag er tot im Wohnzimmer, beide Hände waren abgetrennt und fehlten. Da sie wusste, dass er es gerne ordentlich hatte, machte sie sich an die Arbeit und säuberte den Fußboden - die dreckigen Schuhabdrücke hätten ihn gestört. Erst als alles ordentlich war, rief sie die Polizei…

Der Schreibstil ist etwas ausschweifend, aber ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Leonora war ein Unikat. Sie nahm ihre Arbeit ernst und erledigte sie gewissenhaft. Dass sie dadurch den Polizisten die Arbeit erschwerte, war ihr nicht bewusst.

Die Beschreibungen von Eleonoras Leben waren sehr ausführlich, dadurch hat bei mir der Lesefluss gelitten. Da ihr Tagesablauf nichts mit dem Todesfall zu tun hatte, fand ich das sehr merkwürdig.

Im Testament hat Bronstett hinterlegt, dass sich Leonora um die Beerdigung kümmern soll. Davon war seine Tochter nicht begeistert. Im Fischrestaurant des Kaufhauses wurde eine tiefgekühlte Hand gefunden, die dem Geschäftsführer Bronstett gehörte. Dem Paar, das dort die Austern fischte um sie zu genießen, ist der Appetit vergangen. Beide interessanten Details kamen nebensächlich rüber, da das Privatleben von Leonora zu viel Raum einnahm.

Irgendwie hatte das Buch keinen richtigen roten Faden. Dieses hin und her hatte wenig Sinn, ebenso die Passagen um Leonora, die sich wie Lückenfüller anfühlten. Der Tod von Dr. Bronstett war eher im Hintergrund und nahm mMn zu wenig Platz ein. Das Ende war genau so plump. Wie die Ermittler auf den Täter gekommen ist, blieb unklar. Und dann gab es einen anderen Täter, den die Polizei nicht auf dem Schirm hatte. Aber am Ende war es ganz anders…

Pluspunkt gebe ich für das Ende, das überraschend war - aber mehr als 2 Sterne kann ich diesem Buch trotzdem nicht geben.

Fazit:
Hat mich nicht überzeugt.
:**:


23.07.2026 / 1.166

Viele Grüße Nicole

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