- Beiträge: 1715
Tsokos, Michael - Zerschunden (1. Band der Abel-Trilogie)
Titel: Zerschunden
Originaltitel: -
Verlag: Knaur TB
Erschienen: 1. Oktober 2015
ISBN-13: 978-3426517895
Seiten: 432
Einband: Broschiert
Serie: 1. Band der Abel-Trilogie
Preis: 14,99 €
Autorenporträt:
Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.
Quelle: Verlagsseite
Inhaltsangabe:
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.
Quelle: Klappentext
Meine Meinung:
Europaweit schlägt ein grausamer Serienkiller zu, der es auf alleinstehende Frauen abgesehen hat. Er foltert sie bestialisch und hinterlässt auf dem zerschundenen Körper der getöteten Frauen seine ganz persönliche Signatur. Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt rät aufgrund der wenigen hinterlassenen Spuren zu einer Haplotyp-Genanalyse, die zwar nicht auf den Täter schließen lassen kann, wohl aber eine Eingrenzung einer Gruppe von Menschen ermöglicht, die in dieser Linie miteinander verwandt sind. Dass aber ausgerechnet ein alter Kumpel von Abel – Lars Moewig, den er noch aus Bundeswehrzeiten kennt, in Verdacht gerät, damit hätte er nicht gerechnet. Da Moewig keine Alibis vorweisen kann, nimmt man ihn in U-Haft. Besonders Übel: Moewigs Tochter ist an Leukämie erkrankt und liegt im Sterben. Fred Abel traut seinem ehemaligen Freund diese schweren Verbrechten nicht wirklich zu und verspricht ihm, alles daran zu setzen, den wahren Mörder ausfindig zu machen, damit sich Lars noch von seiner Tochter verabschieden kann …
Das ebenso simple wie effektive Cover zieht die Blicke definitiv auf sich. Passend zum Thema Rechtsmedizin ist eine Naht darauf abgebildet. Wer jedoch hofft, das Buch würde genau diese Thematik behandelt, wird vermutlich enttäuscht sein, denn Fred Abel arbeitet ermittelnd außerhalb des Seziersaales. Der Spannung tut dies jedoch keinen Abbruch. Der Thriller bietet ein paar sehr ekelige Szenen, was sich, verstärkt durch die Tatsache, dass es sich zum Teil um wahre Begebenheiten handelt, noch grauenvoller liest. Allerdings macht es sich in meinen Augen sehr gut bemerkbar, dass Michael Tsokos sich bei diesem Buch zu einer Zusammenarbeit mit einem anderen Co-Autor entschieden hat. An Sebastian Fitzeks Art Thriller zu schreiben, reicht so schnell keiner ran. Im Gegensatz zu „Abgeschnitten“ habe ich für diesen Thriller sehr lange gebraucht, weil mich der Schreibstil nicht ganz so zu fesseln vermochte. Vielleicht liegt es einfach daran, dass „Zerschunden“ keine Möglichkeit bietet, mit dem Protagonisten zusammen zu ermitteln, da der Täter sehr früh feststeht. Im Grunde genommen geht es nur noch darum, wann und ob überhaupt sie ihn finden.
Der Schluss ist so, wie ich mir eigentlich den ganzen Thriller gewünscht hätte. Hier wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ein guter Cliffhanger für den nächsten Band der Trilogie. Hier verrät Tsokos jedoch, dass der nächste Band zeitlich vor „Zerschunden“ liegen wird. Wir Leser müssen uns also noch etwas länger gedulden. Trotz all meiner Kritik vergebe ich solide vier Sterne und bin beim nächsten Band garantiert wieder mit dabei.
Nicht wer Zeit hat, liest Bücher, sondern wer Lust hat, Bücher zu lesen, der liest, ob er viel Zeit hat oder wenig.
Ernst Reinhold Hauschka
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Eine alte Frau wurde vom Supermarkt nach Hause verfolgt, in ihrer Wohnung überwältigt und ermordet.
Dr. Fred Abel war Rechtsmediziner beim BKA und hatte Bereitschaft, weshalb er die Tote untersuchen musste. Schon am Tatort merkte er, dass es kein herkömmlicher Raubmord war.
Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Dr. Abel war mir sofort sympathisch, wie auch seine Kollegen.
Der Leser bekommt immer wieder Einblicke aus Sicht des Täters.
Zwischendurch gab es immer Rückblenden auf einen Täter und seine Aktivitäten vor 5 Jahren. Aber was das mit dem aktuellen Fall zu tun hat, war nicht sofort klar.
Dann war da noch ein 12-jähriges Mädchen auf der Intensivstation. Sie hat Leukämie und die Ärzte geben ihr noch 2 Wochen. Und plötzlich taucht ein Serienmörder auf, der vor 3 Jahren tätig war.
Auch privat hat Dr. Abel Probleme. Nach dem Tod seiner Mutter macht seine Schwester ihn dafür verantwortlich. Und Abel hinterfragt, ob sie mit diesen Gedanken recht hat.
Die Tätersuche verlief schleppend, bis Abel ein neues Analyseverfahren ins Spiel brachte. Und das Ergebnis brachte einen Namen ans Licht. Es war ein alter Kamerad von Abel, dem dieser diese Taten aber nicht zutraut.
Für den Kommissar steht der Täter fest, denn Abels Kumpel passt zur Beschreibung und hat kein Alibi. Abel ermittelt auf eigene Faust und findet weitere identische Opfer - und wieder war sein Kumpel in der Nähe. Täuscht er sich in ihm? Sind das alles wirklich nur komische Zufälle?
Die Suche nach der Wahrheit und die Auflösung der Taten wurde spannend beschrieben und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Am Ende wurde alles aufgeklärt und es blieben keine Fragen offen. Mit einem Cliffhanger wird auf das nächste Buch verwiesen. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.
Fazit:
Ein Psychopath fliegt durch Europa!
Rechtsmediziner Fred Abel:
1. Zerschunden
2. Zersetzt
3. Zerbrochen
4. Zerrissen
5. Zerteilt
09.12.2025 / 1.094
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.