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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » KRIMI & THRILLER » Krimi & Thriller M - O » [Krimi] Napier, Bill - Der 77. Grad 1 Bewertungen - Durchschnitt: 2.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 2.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Azrael
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Daumen hoch! Napier, Bill - Der 77. Grad Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Bill Napier
Titel: Der 77. Grad
Originaltitel:Shattered Icon
Verlag: Knaur
Erschienen:
ISBN-10: 3-426-63334-5
ISBN 13:
Seitenzahl: 416 (Taschenbuch)
Einband: TB
Serie: -

Inhaltsangabe (Quelle: Amazon.de):

Der britische Buchhändler Harry Blake wird von einem reichen Lord gebeten, ein verschlüsseltes, 400 Jahre altes Manuskript zu enträtseln. Es scheint sich um ein Tagebuch zu handeln, verfasst von einem Schiffsjungen. 1585 begleitete dieser den Abenteurer Sir Walter Raleigh auf einer Expedition in die Karibik. Ihr Ziel: der 77. Grad, der Längengrad Gottes. Als sein Auftraggeber ermordet wird, begreift Blake, dass in dem mysteriösen Journal aus der Zeit von Königin Elisabeth I. ein dunkles Geheimnis verborgen sein muss. Gemeinsam mit der Historikerin Zola Khan deckt Blake eine unglaubliche Verschwörung auf ...

Meine Meinung:

Harry Blake wird unverhofft um die Übersetzung eines 400 Jahre alten Manuskriptes gebeten. Klar, dass er sich diese Chance nicht entgehen lassen möchte. Doch, als er bereits kurz nachdem er das Manuskript in Händen hält von zwielichtigen Gestalten bedroht und verfolgt wird, die behaupten das Manuskript gehöre ihnen, dämmert ihm langsam, dass es damit mehr auf sich haben muss, als auf den ersten Blick ersichtlich. Und tatsächlich handelt es sich um den ersten Teil eines alten Tagebuches, dass nicht nur eine Verschwörung während der Amerikareise von 1585 auf dem Schiff von Sir Walter Raleigh aufdeckt, sondern es zeigt auch den Weg zu einem unglaublichen Schatz! Eine spannende Hetzjagd beginnt, bei der nicht immer ganz klar ist, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört ...

Ein bisschen verwirrend beginnt das Buch schon. Zuerst bekommt man zwei zusammenhanglose Kapitel an den Kopf geworfen und danach beginnt die Geschichte mit Harry Blake. Anfangs passiert noch nicht viel und auch der Schreibstil klingt während der ersten Kapitel etwas holprig, was aber auch durchaus an der Übersetzung liegen kann. Doch sobald Blake damit beginnt das Tagebuch zu übersetzten, taucht man in ein Abenteuer aus dem Jahr 1585 ab, das vom ersten Moment an fesselt. Der Autor beschreibt das Leben auf einem Schiff im 16. Jahrhundert so plastisch, dass man den muffigen Geruch unter Deck förmlich riechen kann. Unterbrochen werden die historischen Passagen immer wieder von dem damit verbunden Abenteuer um Harry Blake in der Gegenwart. Nach und nach setzt sich so Vergangenheit und Gegenwart zu einem gefährlichen Puzzle um religiöse Fanatiker und eine kostbare Reliquie, die es gilt so schnell wie möglich zu finden zusammen. Hilfe bekommt Blake bald von der Historikerin Zola, der Tochter des inzwischen ermordeten Auftraggebers und Dalton, einem Spezialisten, wenn es um religiöse Reliquien geht. Doch wer jetzt glaubt, auch hier, die sonst so typische Schnulze im Thrillerformat zu finden, wird enttäuscht. Denn bis auf einige versteckte Andeutungen passiert bis zum Schluss nichts dergleichen, was dem ganzen allerdings weit mehr Authentizität verleiht. Als störend während dem Lesen, fallen einem jedoch immer wieder die recht großen Zeitsprünge auf. In einem Moment will sich Blake noch einen Kaffee machen und in der nächsten Zeile hat er bereits ein reichliches Frühstück hinter sich. Die Charaktere dagegen wissen zu überzeugen. Von den typischen leicht erkennbaren gut-böse Typen nimmt er weitgehend Abstand. Stattdessen präsentiert er uns Charaktere bei denen man oft nicht weiß, wem man nun wirklich trauen kann. Wer ist gut und wer täuscht es nur vor. Der erste Eindruck erweist sich nicht selten als falsch.
Leider kommt der historische Teil im letzten Drittel jedoch etwas zu kurz. Der zweite Teil des Tagesbuches ist schnell übersetzt, obwohl man gerne noch länger den Abenteuern um den Schotten James Ogilvie gelauscht hätte. Dafür wird in der Gegenwart noch einmal das Tempo angezogen, als es heißt das Rätsel, welches Ogilvie zum Schluss stellt zu lösen und man hält angespannt die Luft an, wenn die Schnitzeljagd um das Artefakt in die letzte Runde geht. Und nun machen auch endlich die zusammenhanglosen Kapitel vom Anfang Sinn und sorgen zusätzlich noch einmal für Spannung.

Wer löst Ogilvies Rätsel zuerst und findet so den Weg zum Artefakt vor den anderen, denn es hängt weit mehr davon ab, als nur Ruhm und Reichtum. Fällt es in die falschen Hände, würde es eine Reihe von religiösen Anschlägen nach sich ziehen, die das politische Gleichgewicht weltweit gefährden könnten.

Fazit: Kein Mystery Thriller, sondern ein genialer historischer Thriller, der einem sehr bildhaft aufzeigt wie brutal religiöser Fanatismus in der Vergangenheit begangen wurde, und wie real die Thematik auch heute noch ist. Das ganze wird abgerundet durch ein Abenteuer, das bereits im 16. Jahrhundert beginnt und eine spannende Schatzsuche in der Gegenwart nach sich zieht!

Warum der Verlag unbedingt meinte den Roman in das Genre Mystery Thriller quetschen zu müssen, bleibt mir ein Rätsel, da es ein Buch ist, das unter dem richtigen Aspekt gelesen, wirklich zu begeistern weiß.

Dieser Beitrag wurde schon 4 mal editiert, zum letzten mal von Netha am 10 Jan, 2010 19:32 33.

24 Nov, 2008 18:13 07
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Meine Meinung:
Harry Blake wird beauftragt, ein 400 Jahre altes Tagebuch zu entschlüsseln. Dabei stößt er auf eine Verschwörung. Zusammen mit der Historikerin Zola Khan und der Tochter seines - mittlerweile ermordeten - Auftraggebers, macht er sich auf die Suche nach einer geheimnisvollen Ikone, die in dem Tagebuch erwähnt wird. Seine Suche führt ihn bis nach Jamaika. Jedoch ist er nicht der einzige, der hinter der Ikone her ist. Ein Wettlauf beginnt...

Die Story hörte sich vielversprechend an. Jedoch hat der Autor es meiner Meinung nach nicht geschafft, diese auch gut umzusetzen. Immer, wenn Harry und seine Begleiterinnen in Schwierigkeiten geraten, haben sie es zu schnell und zu einfach geschafft, sich daraus zu befreien. Die Rätsel, die in dem Tagebuch gestellt werden, wurden auch - zu - einfach gelöst. Und wenn sie mal wirklich nicht weiter kamen, kam Geld ins Spiel, mit dem sie sich "freikauften". Auch der Schreibstil war nicht so mein Fall. Irgendwie war er schon spannend, aber andererseits gab es Passagen, da ging es einfach zu schnell.
Es gab jedoch auch etwas, was ich ganz toll fand: Die Übersetzung des 400 Jahre alten Tagebuchs. Die Geschichte des Verfassers - James Ogilvile - ist interessant und eigentlich (m)ein kleines Highlight des Buches.

Fazit:
Die Bezeichnung "Mysteryhriller", wie es auf dem Buchdeckel so schön heißt, ist meiner Meinung nach fehlgeschlagen. Irgendwie ist die Geschichte ein Mischung aus Indiana Jones und Sakrileg, wobei sie jedoch auf keinen Fall mit Dan Brown und Harrison Ford mithalten kann.

2sterne

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lG Sina Höst Flickan


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