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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » Historische Romane Deutsche Autoren » Historisch Deutsche Autoren D- F » Fohl, Dagmar » [Historischer Krimi] Fohl, Dagmar - Das Mädchen und sein Henker 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 4.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Fohl, Dagmar - Das Mädchen und sein Henker Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Fohl, Dagmar
Titel: Das Mädchen und sein Henker
Originaltitel:
Verlag: Gmeiner
Erschienen: 07.Juli 2009
ISBN-10: 3839210038
ISBN-13: 978-3839210031
Seiten: 274
Einband: Taschenbuch
Serie: -
Preis: 12,90 €

Autorenportrait (Quelle: Gmeiner-Verlag)

Zitat:
Dagmar Fohl, geboren 1958, absolvierte ein Studium der Romanistik und Geschichte in Hamburg und arbeitete mehrere Jahre als Kulturmanagerin. Nach Abschluss einer privaten Gesangsausbildung war sie als Sängerin, Gesangslehrerin und Chorleiterin im In- und Ausland tätig. Seit dem Jahr 2000 betätigt sie sich schriftstellerisch und führt Lesungen durch. „Das Mädchen und sein Henker“ ist ihr erster historischer Kriminalroman.


Inhaltsangabe: (Klappentext)

Zitat:
Ein aufwendig recherchierter, spannungsgeladener Kriminalroman, der ein stimmungsvolles, authentisches Hamburg-Bild des 18. Jahrhunderts zeichnet.Hamburg im 18. Jahrhundert: Der 16-jährige Jan Kock muss nach dem plötzlichen Tod seines Vaters dessen Amt als Scharfrichter übernehmen. Viele Jahre erfüllt er seine Arbeit pflichtbewusst. Doch als er sich in das Lachen eines Mädchens verliebt, gerät seine Welt ins Wanken. Denn die junge Hanna Kranz, Dienstmädchen einer reichen Familie, ist des Kindsmordes angeklagt und bis zu ihrer Hinrichtung bleiben nur noch wenige Tage


Meine Meinung

Durch das liebevoll gestaltete Cover und den Klappentext, der spannende Lesestunden verspricht, bin ich auf das Buch aufmerksam geworden.

In welche Gesellschaftsschicht man geboren wurde, hat im 18.Jahrhundert hauptsächlich den weiteren Lebensweg bestimmt.
Das bekam auch Jan Kock Zeit seines Lebens zu spüren.
Die Geschichte, die Dagmar Fohl erzählt, spielt in Hamburg.
Dort wurde Jan als Sohn eines Scharfrichters geboren. Dadurch gehörte er zum Abschaum der Gesellschaft, mit dem niemand etwas zu tun haben wollte. Seinem Vater blieb nichts anderes übrig, als ihn auch zum Scharfrichter auszubilden. Jan war gerade mal 16 Jahre alt, als sein Vater starb und er dessen Amt übernehmen musste.
Er tat es, wie ihn der Vater gelehrt hatte. Bis er eines Tages auf Hanna trifft und sich in ihr Lachen verliebt.

Auch Hanna hat es nicht leicht. Als Dreijährige in der Kirche ausgesetzt, in der Pfarrerfamilie groß geworden, vermittelt sie der Pfarrer mit 17 Jahren als Dienstmädchen in einen reichen Kaufmannshaushalt. Doch dort wird sie nur ausgenutzt. Sie wird schwanger, verschweigt es aber. Als das Kind geboren wird, ist sie allein. Sie wird ohnmächtig und als sie zu sich kommt, liegt ihr totes Kind neben ihr. Die Hausherrin beschuldigt Hanna des Kindsmordes, worauf Todesstrafe steht.
Die menschenunwürdigen Foltermethoden zu dieser Zeit haben aus jedem ein Geständnis rausgeholt. So auch bei Hanna. Sie wird verurteilt zum Tode durch das Schwert. Die gerichtsmedizinische Untersuchung der Kinderleiche erscheint mir sehr fragwürdig. Ebenso, dass niemand auf den Gedanken kam, jemand anderen als Mörder in Betracht zu ziehen. Aber ich denke mal, dass es zu dieser Zeit so gehandhabt wurde.

Menschenverachtend war auch die Art, wie eine Hinrichtung gefeiert wurde. Regelrechte Volksfeste wurden veranstaltet. Es wurde gesoffen und getanzt.
Ich fühlte mich ins 18. Jahrhundert nach Hamburg katapultiert und erlebte die Geschichte hautnah mit. Alle Schauplätze sind so gut geschildert, dass ich sie förmlich vor mir sehe.

Die Autorin schildert hier sehr gut die Gefühle der verurteilten Hanna. Ihre Angst, ihre Verzweiflung, ihre Resignation und Hilflosigkeit. Ein Gefühlschaos, das kaum zu beschreiben ist. Und doch ist es Dagmar Fohl gelungen, mir genau zu vermitteln, wie es in Hanna aussieht. Auch Jan, den die Autorin sehr detailliert darstellt, erlebt eine Achterbahn der Gefühle. Seine Gedanken zerreißen ihn fast, mal Angst, mal Hilflosigkeit, dann überwiegt wieder sein Pflichtbewusstsein.

Alle andern Figuren sind nur am Rande beschrieben, was mich letztendlich aber wenig gestört hat. Lediglich über Dr. Friedrich König, den Anwalt von Hanna und Gegner der Todesstrafe, erfährt man etwas mehr. Einiges bleibt offen, auch der wirkliche Mörder des Kindes. Die Autorin lässt auch die Möglichkeit einer Totgeburt offen. Eine wirklich spannende Geschichte mit überraschendem Ende.
Dagmar Fohl wollte hier aufzeigen, wie UNSINNIG und UNGERECHT die Todesstrafe war, die übrigens in Deutschland erst 1949 abgeschafft wurde, und das ist ihr mehr als gelungen.
Bei mir kam ihre Botschaft ohne Umschweife an.

Trotzdem würde ich „Das Mädchen und sein Henker„ nicht als Krimi bezeichnen. Dazu fehlte mir die Aufklärung. Wer war nun wirklich der Mörder und war es überhaupt Mord?

Fazit:

Dagmar Fohl ist mit diesem Buch ein wirklich guter Debütroman gelungen. Sie ist eine Autorin mit eingängigem Schreibstil, von der man in Zukunft hoffentlich noch mehr zu lesen bekommt.

Da mir am Ende aber doch einiges gefehlt hat, bekommt das Buch von mir nur 4 sterne

21 Jan, 2010 13:55 21
Meggie Meggie ist weiblich
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Das Buch hatte ich schon ein paar Mal in der Hand, weil es sehr interessant klang.
Nach Deiner Rezi muss ich es mir doch mal zulegen...

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