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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » Historische Romane Deutsche Autoren » Historisch Deutsche Autoren V - Z » Vanek, Tereza » [Historischer Roman] Vanek, Tereza - Schwarze Seide 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Zabou1964 Zabou1964 ist weiblich
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Lese gerade: Heidi Rehn - Spiel der Hoffnung

Vanek, Tereza - Schwarze Seide Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Vanek, Tereza
Titel: Schwarze Seide
Originaltitel:
Verlag: Helmer Verlag
Erschienen: 2007
ISBN10: 3897412373
ISBN13: 978-3897412378
Seiten: 380
Einband: Paperback
Serie: keine

Autorenportrait:

Zitat:
Tereza Vanek, 1966 in Prag geboren, kam als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. Nach einem Studium der Sprach- und Literaturwissenschaften arbeitete sie in London. Später kehrte sie nach Prag zurück, wo sie als Fremdsprachen-Dozentin tätig war. Heute lebt und arbeitet Tereza Vanek in München. Sie beschäftigt sich intensiv mit geschichtlichen Themen, die sie in ihren historischen Romane aufgreift.


Quelle: Helmer Verlag

Inhaltsangabe:

Zitat:
Lebenskünstlerin Natalja, Tochter eines russischen Grafen und einer deutschen Freidenkerin, ist fassungslos, als sie einer Einladung ins Haus ihrer verheirateten Jugendfreundin nach Bristol folgt. Die Familie, in der sie landet, erweist sich als erzkonservativ. Marie Luises Gatte ist nicht nur dominant, er besitzt zudem eine Plantage auf Jamaica, die er mit Sklaven betreibt. Seine Ehefrau scheint zwar nicht glücklich, genießt aber doch auch ihre Privilegien. Eine ihrer Leibeigenen ist die junge Schwarze Sadie. Natalja ist fasziniert von Sadies Stolz und beschließt, ein Porträt von ihr zu malen. Für Marie Luises Familie ist das eine offene Provokation. Während der Sitzungen überwinden die stolze Leibeigene und die revolutionäre Adelige allmählich die Schranken ihrer Vorurteile. Dann kommt es zum Eklat ...

Quelle: Helmer Verlag

Eigene Meinung:

Dieses Trade Paperback zieren die verschwommen dargestellten Gesichter einer schwarzen und einer weißen Frau. In der Mitte prangt ein schwarzer Balken mit dem Titel des Buches und einem Blumenornament. Diese Darstellung lässt gleich auf den Inhalt des Buches schließen und gefällt mir sehr gut.

Auf eine ungewöhnliche Art und Weise, nämlich in Tagebuchform, erzählt diese Geschichte von der außerordentlichen Liebe zwischen Natalja und der Sklavin Sadie. Der Leser wird zum einen mit den Gedanken der Gräfin Natalja Serbinskaja, einer russischen Malerin und Abenteuerin, zum anderen mit denen des Sklavenjungen Noa, dem Bruder der Schwarzen Sadie, vertraut. Dieses "Lesen in fremden Tagebüchern" erlaubte mir sowohl Einblicke in die englische Lebensweise im 18. Jahrhundert als auch in das Leben der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen auf Jamaika. Besonders reizvoll fand ich auch, diese Geschichte aus der Sicht der unterschiedlichen Protagonisten zu erfahren.

Die Hauptfigur des Romans ist Natalja Serbinskaja, Tochter eines russischen Grafen und einer deutschen Freidenkerin. Sie verlor ihre Mutter früh und wuchs mit ihrem Vater und Jelena, einer Leibeigenen, die der Vater beim Glücksspiel gewonnen hatte, auf. Jelena ist ihr aber mehr eine mütterliche Freundin als eine Bedienstete. Durch diese Figur erfuhr ich viel über die Situation der Leibeigenen im Russland des 18. Jahrhunderts.

Einer Einladung Marie Luise Cavenders, einer Jugendfreundin Nataljas, ins Haus deren Mannes folgend, reisen die beiden Russinnen nach Bristol. Die recht unkonventionellen russischen Damen sind jedoch ungeliebte Gäste im Hause der Cavenders, einer erzkonservativen Familie, die auf Jamaika mit Sklaven eine Zuckerrohrplantage betreibt.

Natalja ist von der stolzen Sklavin Sadie, der Zofe Marie Luises, so fasziniert, dass sie beschließt, ein Portrait von ihr zu malen. Bei den Sitzungen zu diesem Bild kommen sich die beiden Frauen langsam näher. Als der französische Sklavenaufseher Malraux als Gast auftaucht, um mit dem Hausherrn die weitere Vorgehensweise auf der Plantage zu besprechen, überschlagen sich die Ereignisse und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Tereza Vanek hat in ihrem Buch nicht nur die Liebe der beiden ungewöhnlichen Frauen zueinander auf einfühlsame Art und Weise beschrieben. Sie gewährt dem Leser auch Einblicke in das Seelenleben der anderen Figuren. Sadies Bruder Noa schreibt aus seiner Sicht vom Leben seiner Familie auf der Plantage und in Bristol. Natalja schildert in ihrem Tagebuch das Schicksal der Leibeigenen Jelena, aber auch das unglückliches Leben Marie Luises an der Seite des kalten und überheblichen Alexander und dessen Mutter Sarah. Durch das Auftauchen des Aufsehers Malraux erfährt der Leser auch etwas über die Anfänge der Französischen Revolution und über den Sklavenhandel.

Dieser Roman ist sehr gut recherchiert. Die Autorin hat einige geschichtliche Daten, wie das Erscheinen eines erwähnten Buches, ein wenig verschoben. Das erklärt sie im Nachwort.

Ich konnte mich am besten mit Natalja identifizieren, weil sie ihren eigenen Kopf hat. Aber auch Sadie war mir sehr sympathisch, weil auch sie, soweit es ihr in ihrer Stellung als Sklavin möglich ist, ihren Stolz bewahrt.

Besonders fasziniert hat mich, dass ich die Tatsachen aus verschiedenen Blickwinkeln, also aus der Sicht Noas und Nataljas, betrachten konnte. Die Menschen wurden nicht eindimensional dargestellt, sondern auch deren Hintergrund wurde beleuchtet: Selbst der unsympathische Aufseher Malraux hat menschliche Seiten, die oberflächliche Marie Luise zeigt Gefühle und der eiskalte Alexander Cavender hat einmal geliebt.

Fazit:

Dieser Roman hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Sehr sensibel wird die Liebe der beiden Frauen geschildert. Auch die anderen Figuren werden sehr gut beschrieben. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen und hoffe, dass Tereza Vanek bald noch weitere Bücher veröffentlichen wird. Ein großes Kompliment für dieses Erstlingswerk!
5 sterne

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Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Netha am 11 Dec, 2009 18:52 24.

03 Nov, 2009 20:09 07 Zabou1964 ist offline Email an Zabou1964 senden Beiträge von Zabou1964 suchen Nehmen Sie Zabou1964 in Ihre Freundesliste auf
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@Simone

Danke für die schöne Rezi. Dieses Buch habe ich ja auch noch in meinem SUB. Das werde ich mir für nächstes Jahr vornehmen.

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Liebe Grüsse Sonne1 Charlie Welli1

03 Nov, 2009 20:28 27 charlie ist offline Email an charlie senden Beiträge von charlie suchen Nehmen Sie charlie in Ihre Freundesliste auf
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Als ich eben die Rezi zu "Chinatown" gepostet habe, habe ich gesehen, dass ich die anderen Rezensionen zu Terezas Büchern hier noch gar nicht eingestellt habe.

Die Rezi ist also schon etwas älter, aber ich denke immer noch gerne an das Buch zurück, d.h. es hat Eindruck auf mich gemacht - sonst hätte ich es schon lange vergessen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und bin schon sehr auf deine Meinung gespannt.

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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Zabou1964 am 03 Nov, 2009 23:05 37.

03 Nov, 2009 23:05 14 Zabou1964 ist offline Email an Zabou1964 senden Beiträge von Zabou1964 suchen Nehmen Sie Zabou1964 in Ihre Freundesliste auf
 
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