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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » SKANDINAVISCHE KRIMI & THRILLER » Skandinavische Krimi & Thriller M - O » Marklund, Liza » Schweden Marklund, Liza - Kalter Süden 1 Bewertungen - Durchschnitt: 2.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 2.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Marklund, Liza - Kalter Süden Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Marklund, Liza
Titel: Kalter Süden
Originaltitel: En plats i solen
Verlag: Ullstein
Erschienen: 12.08.2009
ISBN 10: 3550087519
ISBN 13: 978-3550087516
Seiten: 516
Einband: Gebunden
Serie: Annika Bengtzon-Reihe 8. Fall


Autorenporträt:

Zitat:
Die Bestsellerautorin Liza Marklund ist am 9. September 1962 in Piteå, Sweden geboren. Mit 16 schmiss sie die Schule, verließ ihr Elternhaus und wurde Globetrotterin. Sie jobbte als Kellnerin in London und Apfelsinenpflückerin in Israel, wurde in Griechenland als Landstreicherin verhaftet, ging schließlich in die USA, war Statistin in Hollywood und schmuggelte zusammen mit ihrem amerikanischen Freund gestohlene Autos über die mexikanische Grenze. Sie arbeitet heute erfolgreich als Reporterin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Stockholm. Schon als Kind dachte sich Liza Marklund verwegene Geschichten aus, deren Heldin immer Annika hieß. Ohne einen großen Verlag und aufwendige PR-Maßnahmen konnte die ehemalige Journalistin, die eine Zeit lang in den USA und in Russland lebte, bereits mit ihrem "Erstling", dem "Olympischen Feuer", die Bestsellerlisten stürmen. Der Krimi wurde in 16 Sprachen übersetzt und hat auch den deutschen Markt erobert. Als "eine Vitaminkur für den schwedischen Kriminalroman" bezeichnet die Presse ihren Roman "Studio 6". "Meine Bücher sind gut, denn sie sind glaubwürdig", sagt die Autorin Liza Marklund, die ihre Bücher nicht mehr über Tankstellen loswerden muss. Die dreifache Mutter hat sich ein Loft über der Altstadt Stockholms gemietet, um dort in Ruhe schreiben zu können und ihre tapfere und clevere Annika neue Machtkonflikte besiegen zu lassen.

Quelle: schwedenkrimi.de


Inhaltsangabe:

Zitat:
Marbella, Stadt der Superreichen. Die Millionärsvillen sind gerüstet wie Hochsicherheitstrakte. Ein tödlicher Giftgasanschlag auf das schwedische Eishockey-Idol Sebastian Söderström erschüttert die Idylle der VIPs. Ganz Schweden ist entsetzt von der Brutalität der Morde. Die Journalistin Annika Bengtzon berichtet über den Fall. Hinter den prächtigen Fassaden stößt sie auf eine Parallelwelt aus Verbrechen, Gier und Hass.Der Tod des Eishockey-Stars Sebastian Söderström schlägt hohe Wellen. Er und seine Familie sind einem Giftgasanschlag zum Opfer gefallen. Annika Bengtzon fliegt nach Marbella und recherchiert in der Welt der Superreichen, die zurückgezogen hinter hohen Mauern und umgeben von den teuersten Alarmeinrichtungen ein Leben in scheinbarer Sicherheit führen. In diesem Kosmos der glatten Oberflächen und gekühlten Räume ist Schweigen Gold, und Geheimnisse werden über Generationen bewahrt. Die spanische Polizei gibt den Fall schon bald resigniert auf. Doch Annika Bengtzon lässt sich nicht so leicht abweisen.

Quelle: Amazon.de


Meine Meinung:

Bei "Kalter Süden" handelt es sich um den neuesten Fall der Annika-Bengtzon-Reihe. Dies ist mein erster Kontakt mit dieser Serie.

Am Anfang wird ein Überfall geschildert, dann wird eine kurze, etwas sonderbare Geschichte über ein Mädchen, das vermutlich zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges aufwuchs, erzählt. Danach kommt ein kurzer Zeitungsartikel, nach dem die Handlung erst richtig beginnt. Für mich war dieser Anfang sehr verwirrend.

Die Journalistin Annika Bengtzon wird anfangs nur andeutungsweise beschrieben, wie beispielsweise eigentlich nur erwähnt wird, dass sie eine Narbe am Finger hat und vor dem privaten Aus steht.
Als ich immer mehr in die Handlung eintauchte, erfuhr ich näheres von ihr und konnte mir so langsam ein Bild von ihr machen. Das fand ich sehr schön, denn die Autorin hätte auch darauf vertrauen können, dass die Leser die anderen Bände der Serie bereits kennen.

Nach dem verwirrenden, aber doch aufregenden Anfang, flaute die Spannung leider wieder ab und man durfte an Annikas Leben als Journalistin teilhaben. Während sie Informationen nachgeht und diverse Artikel schreibt, ist die Spannung komplett versiegt.
Je weiter ich las, umso mehr wurde mir auch bewusst, dass mir viel Hintergrundwissen über einen frühren Fall fehlt.
Neben dem eigentlichen Ereignis, das sich in Spanien abspielte, werden parallel Gerichtsverhandlungen zu einem älteren Fall beschrieben. Die dazugehörigen Erinnerungen und Gefühlsausbrüche der Journalistin sind gut eingeflochten. Mich persönlich brachte der Wechsel zwischen dem gegenwärtigen und dem vergangenen Fall allerdings etwas durcheinander.

Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert:
1. Teil - kurz nach Silvester
Der erste Teil handelt von dem tödlichen Überfall auf eine schwedischen Familie in der spanischen Idylle.
Der Abschnitt hört mit einer vermissten Figur auf, über die man erst einmal nichts Näheres mehr erfährt.
Durch diesen Anschlag und das Verschwinden dieser Figur hatte ich mir schon etwas zusammengereimt. Aber ob mein Gefühl richtig war?

2. Teil - um Ostern
Der zweite Teil spielt sich wieder in Spanien ab, diesmal geht es allerdings ausschließlich um Drogen. Da kam bei mir langsam die Frage auf, was dies mit der schwedischen Familie und dem Klappentext zu tun hatte? Geschweige denn mit dem Cover, auf dem eine blonde Frau in Unterwäsche in einem Pool mit dem Gesicht nach unten treibt. Für mich sah es aus, als wolle sie einen Schwimmzug machen, ich kann mich allerdings auch täuschen.
Erst zum Ende hin, kamen mir wieder einige Ideen, wie die Drogensache mit dem Massenmord und der Figur, die vor Gericht steht, zusammen hängt.

3. Teil - nach Pfingsten
Der dritte Teil handelt zum größten Teil in Spanien, sowie teilweise in Marokko. Annika hatte einige berufliche Differenzen und handelt nun auf eigene Faust, was die schwedische Familie Söderström und die vermisste Figur angeht.
Je näher ich dem Ende kam, umso deutlicher wurden alle Zusammenhänge, die ich anfangs nicht verstand. Und auch der aufgerollte Fall von früher hängt zum großen Teil mit der ganzen Geschichte zusammen. Jedoch wird alles ohne großartige Spannung aufgelöst.

Dramatik ist kaum zu spüren. Ich kann eigentlich sagen, dass es eine Berg- und Talfahrt war mit vielen dunklen Tälern, in denen sich nichts regte.
Allerdings hätte ich nie an diese spezielle Figur gedacht, die den Massenmord geplant und ausgeführt hatte.
Trotz der wenigen Höhepunkte passierte in meinen Augen nie wirklich etwas richtig Dramatisches, von dem ich überrascht oder schockiert gewesen wäre. Von richtiger Spannung oder gar Hochspannung ist dieser Kriminalroman meiner Ansicht nach weit entfernt.

Der Krimi ist aus Annikas Sicht geschrieben.
Das Werk hat lange Kapitel, unterteilt in nur wenige Abschnitte, was mich allerdings nicht arg störte, da es sich sehr gut und vor allem flüssig lesen ließ.
Jeder Teil fängt mit einer kurzen Beschreibung eines kleinen Mädchens an, das während des Zweiten Weltkrieges nach Schweden geschickt wurde. Im dritten Teil häufen sich diese Beschreibungen. Dort kommen noch zwei weitere Mädchen hinzu und von Abschnitt zu Abschnitt konnte ich mir mehr unter diesen jungen Frauen vorstellen. Wie sie in die gegenwärtige Handlung passen und was ihre Rolle ist. Diese kurzen Handlungsstränge sind in einer anderen Schriftart gedruckt und man darf die Namen der Mädchen bis fast zum Schluss nicht erfahren, so dass ich als Leser selbst gefordert war.
Sätze auf Englisch, Spanisch oder Französisch sind in Kursivschrift gehalten. Sie wurden meist im darauffolgenden Satz auf Deutsch erklärt.
Die Beschreibungen von Örtlichkeiten sind detailreich, aber nicht zu ausführlich, so dass es mir dabei nicht langweilig wurde.

Fazit:
Für mich persönlich ist "Kalter Süden" ein mittelmäßiger Krimi, der mich leider nicht animieren konnte, weitere Bücher aus dieser Reihe zu lesen.
2 bis 3 Sterne 2sterne - 3 sterne

Ein Zitat von Annikas Tochter Ellen hat mir persönlich sehr gut gefallen:
Zitat:
Ist das nicht komisch? Den lieben Gott gibt es, aber den kann man nicht sehen. Und den Weihnachtsmann kann man sehen, dabei gibt es den gar nicht.

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
gesegnetete + tikva (hoffnungsvolle) grüße, Dine zwilling
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