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Kent, Hannah - Das Seelenhaus Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Kent, Hannah
Titel: Das Seelenhaus
Originaltitel: Burial Rites
Verlag: Droemer
Erschienen: 21. August 2014
ISBN-13: 978-3426199787
Seiten: 384
Einband: Gebundenes Buch
Serie: -
Preis: 19,99 €

Autorenporträt:

Zitat:
Hannah Kent, geboren in Adelaide, Australien, hat zum ersten Mal während eines Schüleraustauschs in Island die Geschichte von Agnes Magnúsdóttir gehört. Sie ist die Mitbegründerin und Herausgeberin der Literaturzeitschrift 'Kill Your Darlings'. 2011 gewann sie den Writing Australia Unpublished Manuscript Award für 'Das Seelenhaus'. Der Roman ist mittlerweile in 20 Länder verkauft. In ihrer Heimat Australien und in England stürmte ihr Erstling die Bestsellerlisten.[/URL]

Quelle: Verlagsseite

Inhaltsangabe:

Zitat:
"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart -arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

Quelle: Verlagsseite

Meine Meinung:

Die Magd Agnes wird Anfang des 19. Jahrhunderts in Island zum Tode verurteilt. Gemeinsam mit zwei weiteren Menschen soll sie zwei Männer auf bestialische Weise ermordet haben. Von diesem Zeitpunkt an ist Agnes aus Sicht der anderen Isländer kein Mensch mehr, sondern ein Ungeheuer; ein Monster, in das der Teufel gefahren ist, der nun darauf lauert, die nächsten braven Isländer umzubringen.

Nachdem Agnes lange Zeit auf menschenunwürdige Art und Weise in einem Kerker vor sich hin vegetierte, wird sie zur Verwahrung auf eine ärmliche Landstelle gebracht. Natürlich ist die dort lebende Familie entsetzt und begegnet Agnes mit Argwohn und Angst, wie einem wilden Tier. Selbst der Vikar, der Agnes auf die Begegnung mit Gott vorbereiten soll, würde sich lieber vor der Verantwortung drücken. Agnes fasst jedoch einen Funken Vertrauen zu diesem unbeholfenen Geistlichen und erzählt ihm nach und nach ihre eigene Geschichte.

Hannah Kent beschreibt in „Das Seelenhaus“ Islands Einwohner des 19. Jahrhunderts genau so, wie ich sie mir vorstelle: düster, arm, abergläubisch, aber auch fleißig und gottesfürchtig. Als der grausame Mord passiert, sind sie wie ohnmächtig; froh, als schnell Schuldige gefunden wurden. Agnes, die Mörderin, ist fortan ein Teufel in Menschengestalt. Nach dem Menschen Agnes fragt niemand mehr.

Diese düstere Stimmung, die Angst der Familie und die Art, wie Agnes sich mit dieser Situation abgefunden hat, hat Hannah Kent sehr anschaulich beschrieben. Ich war so voller Mitleid mit Agnes, dass ich geneigt war, vorzublättern, um zu gucken, ob sie wirklich zu Tode kommt. Gleichzeitig war mir klar, dass der Roman auf einer wahren Begebenheit beruht, denn Agnes war die letzte isländische Frau, die das Todesurteil erhalten hat.

Fazit:

Eine düstere Geschichte, die die schwere Zeit in Island Anfang des 19. Jahrhunderts gut rüberbringt.

Bewertung:

Ich gebe dem Buch vier von fünf Sternen.

4 sterne

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