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Nethas Schmökerkiste » Buchgenre » FANTASY & SF » Fantasy & SF: M - O » [Fantasy] Moreira, Régis de sá - Das geheime Leben der Bücher 1 Bewertungen - Durchschnitt: 3.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 3.00 1 Bewertungen - Durchschnitt: 3.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Azrael
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Daumen hoch! Moreira, Régis de sá - Das geheime Leben der Bücher Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Régis de sá Moreira
Titel: Das geheime Leben der Bücher
Originaltitel: Le Libraire
Verlag: Droemer Profile
erschienen:
ISBN-10: 3426197111
ISBN-13: 978-3426197110
Seitenzahl: 175
Einband:
Serie:
Preis: € 7,99 (TB)

Inhalt:

Zitat:
Er hat sein ganzes Sein seiner Buchhandlung und den Büchern verschrieben. Sein Laden ist sein Universum, in dem und für das er lebt. Hier in seinem Reich empfängt er seine Kunden, durchlebt Ängste und Freuden, erinnert sich wehmütig an vergangene Lieben, hält Kontakt zu seinen 10 Geschwistern, und vor allem kann er seiner Passion nachgehen, dem Lesen. Denn wenn er sich in den Seiten eines Buches verliert, hat er das Gefühl, geliebt zu werden. Und wie in jeder echten Liebesbeziehung fühlt er sich für sie verantwortlich. Manchmal sogar so sehr, dass ein Kunde seinen Laden ohne ein Buch verlassen muss, da er immer ein wenig Angst hat, seine Bücher könnten in falsche Hände geraten.
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Meine Meinung:

Eine etwas altmodische Buchhandlung, die rund um die Uhr geöffnet hat, weil es der schrullige Buchhändler nicht ertragen könnte einen Kunden, der dringend ein Buch sucht zu enttäuschen. Dort findet die gesamte Geschichte statt, mal abgesehen vom Prolog und Epilog. Die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken übertreibt jedoch etwas, es geht nicht um die Geschichten in den Büchern, sondern viel mehr um diejenigen, die diese Bücher lesen und vorallem den Buchhändler selbst.
Außerdem ist die Buchhandlung kein gewöhnlicher Ort, eine Frage, deren Sinn erst zum Schluss erkennbar wird, schleicht wie lebendig durch die Regale, eine einfache Stimmung kriecht wie die Flut bis ins oberste Stockwerk. Jedes Ding scheint zwischen den Büchern lebendig zu werden, jedes Symbol hat noch eine andere Bedeutung.

Sicher das Buch ist nicht einfach zu lesen und letztendlich wird wohl jeder etwas anderes darin erkennen. Den Tod, das Leben, die Liebe. Die eigentliche Geschichte steht jedoch zwischen den Zeilen, gut versteckt und wird im Text selbst nur angedeutet, man kann sie lediglich vermuten. Vielleicht muss man sie auch mehrmals lesen, um die zaghaften Hinweise zu verstehen oder ihren wahren Sinn zu erkennen.

In dem kleinen Buchladen, der der Zeit entrückt und der zwischen den Welten zu existieren scheint, kehren der Tod und das Leben ein und selbst Gott schaut hin und wieder vorbei. Es scheint bis zum Schluss keinen wirklichen Sinn zu ergeben und doch ist man gefesselt von dem verschrobenen und scheuen Buchhändler, der zwischen Manie und Depression pendelt und an dessen Interpretation Freud wohl gefallen gefunden hätte.
Man muss es als Gesamtes betrachten, es drehen und wenden, die Worte auseinander nehmen und neu zusammenfügen, erst dann wird ihre wahre Kraft sichtbar.
Es ist unglaublich, was man alles zu sehen bekommt, wenn man den versteckten Metaphern und Symbolen eine Chance gibt sich zu entfalten!

Die Geschichte steckt voll versteckter Philosopie. Vielleicht lebt der Buchhändler noch und stirbt zum Schluss, vielleicht ist er bereits tot und das alles war nur seine Vorstellung vom Tod und die drei Frauen auf dem Schiff, die wir im Prolog und Epilog kennenlernen sind seine große Liebe, die im Jenseits auf ihn warten und zuletzt dort erkennen und begrüßen. Oder sie sind nur Symbole für die einzelnen Stationen eines Lebens. Eines jedoch gilt auf jeden Fall, die Geschichte selbst ist das Ziel, nicht deren Ende!

Leider ist manchmal aber nicht klar erkennbar, wo eine Episode aufhört und die nächste beginnt, das macht es zeitweise etwas schwer den Überblick zu behalten. Und auch die Art des Erzählens liegt sicher nicht jedem, es ist wie ein Puzzlespiel ohne Vorlage, bei dem sich die Teile beliebig zusammensetzten lassen und immer etwas anderes ergeben, je nachdem wie man es betrachtet.

Und doch gibt es wenig Bücher, die mit solch einer Euphorie das geschriebene Wort, jeden noch so einfachen Satz lobpreisen, den Sinn drehen und wenden, bis seine eigentliche Bedeutung keine Rolle mehr spielt und etwas magisches darauß geworden ist.

Ein Buch also für den kleinen Philosophen in uns, vollgepackt mit versteckter Poesie.


Zusatz:
Es ist schwer, wenn ein Buch so viele Interpretationsmöglichkeiten hat, darüber etwas zusammenfassendes zu schreiben. Ich kann das gesamte Thema also nur anschneiden, sonst verbaue ich vielleicht doch die ein oder andere Möglichkeit, die sich mir nicht erschlossen hat oder verrate am Ende doch zu viel.

Info: Schöne Optik mit Goldschrift und eingeprägtem Siegel!

4 sterne

Dieser Beitrag wurde schon 6 mal editiert, zum letzten mal von Netha am 04 Dec, 2009 20:40 43.

18 Jan, 2009 02:03 05
goat goat ist weiblich
Schmöker Legende




Dabei seit: 21 Sep, 2008
Beiträge: 2173
Heimatort: Niedersachsen
Hobbies: lesen, mein Hund, Freunde treffen, Internet und meine Arbeit
Beruf: Bürokauffrau

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Meine Meinung:

In "Das geheime Leben der Bücher" begleitet der Leser einen namenlosen Buchhändler für einen Tag in seine Welt der Bücher. Sie sind sein Ein und Alles. Jedes Einzelne von ihnen hat er gelesen und sein Laden ist Tag und Nacht geöffnet, denn es könnte ja jemand vor dem Laden stehen und ein Buch kaufen wollen.

Der Leser macht Bekanntschaft mit den merkwürdigsten Kunden, die sich teilweise dem seltsamen Verhalten des Buchhändlers anpassen. Ich habe mich leider dem Verhalten des Buchhändlers überhaupt nicht anpassen können. Ständig habe ich mich gefragt, wie jemand seine Kunden so behandeln mag. Unwirsch, manchmal sogar richtig frech, müssen sich einige von ihnen vor den Kopf stoßen lassen. Paare werden gar nicht bedient - sie sind Kunden, vor denen der Buchhändler sich solange versteckt, bis sie wieder gegangen sind. Andere wiederum verwirrt er mit sinnlos in den Raum geworfenen Sätzen derart, dass sie kopfschüttelnd den Laden verlassen.

Freunde hat der Buchhändler nicht mehr, seit diese angefangen haben, über ihn zu reden. Und dafür, dass er seine Bücher so sehr liebt, ist es mir umso unbegreiflicher, wie er Seiten aus Büchern herausreißen kann, um sie seinen Geschwistern als Art Brief zu schicken. Anscheinend kann er sich auf andere Art nicht mitteilen.

Was sich mir überhaupt nicht erschließt, sind der Prolog und der Epilog. Wenn sie zu der Geschichte dazugehören sollen, dann habe ich den Sinn wohl verkannt.

Das Einzige, was mich angesprochen hat, ist das wunderschöne Cover der Taschenbuchausgabe. Die Abbildung eines alten Buchladens, wo ich mich sofort wohlgefühlt hätte. Schade, dass ich das in der Geschichte von Régis de Sá Moreira nicht konnte. Ich kam mir vor, wie einer der unliebsamen Kunden des Buchhändlers. Vom Schreibstil her, hätte ich erwartet, dass der Autor mindestens achtzig Jahre alt ist - umso erschrockener war ich, als ich feststellte, dass er erst siebenunddreißig ist.

Wer wirklich Wert auf ein anspruchsvolles Buch zum Thema Bücher legt, der sollte doch lieber zu Jacques Bonnets "Meine vielseitigen Geliebten: Bekenntnisse eines Bibliomanen" greifen. Da hat der Leser neben einem wunderschönen Cover auch gleich den passenden wundervollen Inhalt.

Würde mich jemand fragen, was der Autor mit diesem Buch sagen wollte, dann würde mir wohl als erstes einfallen: Bücher machen sehr einsam - anders kann ich mir seinen Buchhändler nicht erklären. Für diesen Roman kann ich leider nur zwei Sterne vergeben.

2sterne

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Wer lesen will, der liest, und jedes Buch wird gefunden von dem, der es sucht.
(Eduard Engel)

26 Aug, 2011 14:21 10 goat ist offline Email an goat senden Beiträge von goat suchen Nehmen Sie goat in Ihre Freundesliste auf
 
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