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Huber, Florian - Kind, versprich mir, dass du dich erschießt Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Autor: Huber, Florian
Titel: Kind, versprich mir, dass du dich erschießt
Originaltitel: -
Verlag: Berlin Verlag
Erschienen: 16. Februar 2015
ISBN-13: 978-3827012470
Seiten: 304
Einband: Gebundenes Buch
Serie: -
Preis: 22,99 €

Autorenporträt:

Zitat:
Florian Huber, geboren 1967 in Nürnberg, studierte Geschichte und Volkswirtschaft und promovierte zur Umerziehungspolitik der britischen Besatzungsmacht in Deutschland. Er lebt in Hamburg als Autor von Drehbüchern und historischen Sachbüchern wie »Meine DDR. Leben im anderen Deutschland« und »Schabowskis Irrtum. Das Drama des 9. November«. Seine Dokumentarfilme zu zeitgeschichtlichen Stoffen wie dem Mauerfall, dem Olympia-Attentat 1972 sowie dem 11. September 2001 erhielten zahlreiche nationale wie internationale Preise.

Quelle: Verlagsseite

Inhaltsangabe:

Zitat:
Am 30. April 1945 schoss sich Adolf Hitler in Berlin eine Kugel in den Kopf. Zur selben Zeit strömten im Städtchen Demmin beim Einmarsch der Roten Armee hunderte Menschen in Flüsse und Wälder, um sich dort umzubringen. Ganze Familien wurden ausgelöscht, Eltern töteten ihre Kinder. Demmin ist nur ein Beispiel unter vielen: Eine Selbstmordepidemie ergriff tausende Menschen im ganzen Land. Basierend auf Tagebüchern, Briefen, Berichten und Erinnerungen erzählt dieses Buch erstmals vom Untergang der kleinen Leute. Die Massenselbstmorde von 1945 sind ein bis heute verdrängtes Kapitel der Zeitgeschichte, für die seelischen Wunden, die Überlebende und Angehörige davontrugen, interessierte sich jahrzehntelang niemand. Beidem, der Selbstmordwelle wie dem Schweigen, Verdrängen und Vergessen, lag dasselbe Motiv zugrunde, die Flucht vor dem Unerträglichen. Die tieferen Ursachen aber verbargen sich in der Innenwelt der Deutschen, die zwölf Jahre lang im emotionalen Ausnahmezustand gelebt hatten. Florian Huber entwickelt die Geschichte der Gemüts- und Gedankenwelt der Menschen im Dritten Reich im Wechsel von historischer Reportage und Mentalitätsstudie – ein fesselnder Blick auf die Gefühle der kleinen Leute, die in ihren Untergang marschierten.

Quelle: Verlagsseite

Meine Meinung:

1945, das Ende des Zweiten Weltkrieges ist sicher. Die Deutschen haben den Hass vieler Länder auf sich gezogen. Nicht nur durch die reinen Kriegshandlungen, sondern insbesondere durch die „begleitenden“ Greueltaten.

Dass die verantwortlichen Machthaber davor Angst haben zur Rechenschaft gezogen zu werden, war mir klar. Allen vorweg Adolf Hitler, der sogar nach seinem Selbstmord den toten Körper verbrennen ließ, damit dieser den Siegermächten nicht in die Hände fällt.

Darüber, dass auch tausende andere in der Bevölkerung solche Angst vor Rache, insbesondere der Russen hatten, dass sie sich das Leben nahmen, hatte ich nie nachgedacht. Die Flüchtlinge aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien, zu denen auch meine Vorfahren gehören, wurden von der Angst angetrieben: Der Russe kommt! Aber natürlich – warum sollte es den „Daheimgebliebenen“ besser ergehen …

So thematisiert über die Ängste der Bevölkerung in den späteren „Ostblock-Gebieten“ habe ich nie gelesen. Wie viel Angst muss eine Mutter haben, wenn sie erst ihre Kinder, dann sich selbst erhängt? Was muss ein Mann fühlen, wenn er erst seine Frau, dann sich selbst erschießt? Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, wenn er sich in einem Gewässer ertränkt, in dem er stehen kann?

Florian Huber hat die Schicksale einzelner Menschen und eines ganzen Dorfes aufgezeigt. Er hat versucht, die Gefühle und Gedanken dieser Verzweifelten in Worte zu fassen, die diese in den Tod trieben.


Fazit:

Ein Buch zum Nachdenken, zum Traurigsein und zum Hoffen, dass sich so etwas nie wiederholt.

Bewertung:

Ich gebe dem Buch vier von fünf Sternen.

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