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Veloso, Ana - Das Lied des Kolibris
Autor: Veloso, Ana Titel: Das Lied des Kolibris Originaltitel: - Verlag: Droemer Verlag Erschienen: 1. Dezember 2011 ISBN-13: 978-3426663349 Seiten: 528 Einband: Gebunden Serie: - Preis: 19,99 €
Autorenporträt:
Zitat:
Ana Veloso, 1964 geboren, ist Romanistin und lebte viele Jahre in Rio de Janeiro. Bereits ihr erster Roman, "Der Duft der Kaffeeblüte", war ein großer Erfolg, ebenso "So weit der Wind uns trägt". Ana Veloso lebt als Journalistin und Autorin in Hamburg.
Bahia 1763. Die junge Sklavin Lua arbeitet seit Kindesbeinen auf der Zuckerrohrplantage São Fidélio. Lua ist schön – und sie hat ein Geheimnis: Sie kann lesen und schreiben, was Sklaven unter Strafe verboten ist. Niemals hat sich Lua für die Geschichte ihrer Ahnen interessiert und ist deshalb erstaunt, als die alte Imaculada sie bittet, ihre Lebensgeschichte aufzuzeichnen. Die Alte ist eine der wenigen Schwarzen, die noch mit einem Sklavenschiff aus Afrika nach Brasilien verschleppt wurden. Zunächst widerstrebend, aber dann zunehmend fasziniert, lauscht Lua Imaculadas Geschichte und gerät in ihren Bann – und in den Bann des atemberaubend schönen Sklaven Zé, der von einem Leben in Freiheit träumt …
Nachdem mir „Das Mädchen vom Rio Paraiso“ schon gut gefallen hatte, war ich gespannt, wohin mich Ana Veloso in dieser Geschichte entführen würde.
Sie ließ mich mit nach Bahia/Brasilien fahren. Und das auch noch auf einem Sklavenschiff. Aber dieses Mal konnte mich die Autorin noch schneller fesseln als bei dem ersten Buch.
Lua ist eine bezaubernd schöne Sklavin, die ein Geheimnis hat: Sie kann lesen und schreiben. Das jedoch steht unter schwerer Strafe. Aber solange es keiner weiß, hat sie es sehr gut bei ihrer Herrschaft.
Als die alte Sklavin Imaculada sich an sie wendet und ihr zu verstehen gibt, dass sie um Luas Geheimnis weiß, entgleitet Lua alles, was sie bis jetzt gut gehütet glaubte.
Imaculade möchte, dass Lua ihre Lebensgeschichte niederschreibt.
Lua, die es erst widerwillig tut, wird immer mehr gefangen von dieser Geschichte. Dachte sie erst, dass sie es besser nicht haben könne in ihrem Leben, so kommen nun doch die Zweifel.
Zum ersten Mal spürt sie einen Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung.
Als Lua dann den rebellischen Sklaven Zé kennen und auch lieben lernt, wendet sich ihre Weltanschauung gewaltig.
Aber was alles geschieht, das solltet ihr wirklich selber erkunden.
Es lohnt sich in meinen Augen wirklich.
Ana Veloso hat einen sehr flüssigen, gut zu lesenden Schreibstil. Sie vermittelte mir das Gefühl, dass ich in der Nähe des Geschehens sitze und alles hautnah mitbekomme.
Die Spannung der Geschichte wird Stück für Stück ausgebaut, bis es dann nicht mehr möglich war, dieses Buch aus der Hand zu legen.
Ich musste unbedingt wissen, wie diese Story weitergeht und vor allem, wie sie endet.
Die Protagonisten sind sehr schön gezeichnet, ich sah jede Figur vor meinem inneren Auge und das in Farbe.
Ana Veloso steht nun auch auf meiner Liste der Autoren, die ich sehr gerne wieder lesen möchte.